Was wir an Frankreich lieben … die Pilz-Saison im Herbst

Der Herbst ist da – und mit ihm die Pilze im Wald. Sie zu suchen und zu sammeln, das ist eine der liebsten Beschäftigungen der Franzosen an den letzten warmen Tagen im Oktober und November. Denn was kann schöner sein als im Wald spazieren zu gehen, seine Geräusche und Gerüche aufzusaugen – und dabei leckere Pilze zu sammeln. Hier unsere Tipps für die erfolgreiche Pilzsafari…

Mushroom Hunting Blog

Bevor Sie losgehen

Ein sonniger Nachmittag im Wald, an einem Wochenende im Herbst: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Menschen mit Körben und Stöcken begegnen, ist groß. Aber lassen Sie sich nicht irritieren. Diese Menschen suchen nur nach … Pilzen! Das Pilzesammeln ist derart beliebt in den Herbstmonaten, dass man sogar schon ein paar Verhaltensregeln erlassen musste, zum Schutz der Artenvielfalt im Wald. Wichtig etwa: Es gibt Waldgebiete, die im Privatbesitz sind und für deren Betreten man eine Erlaubnis benötigt. Bei öffentlichen Waldgebieten ist es einfacher: Hier darf man bis zu fünf Kilo Pilze pro Person sammeln. Aber Achtung: Es gibt regionale Unterschiede. Und grundsätzlich: Sammeln Sie auf keinen Fall mehr als fünf Kilo – die Strafen bei Zuwiderhandeln reichen bis zu unglaublichen 45.000 Euro!

Und natürlich sollten Sie sich mit Pilzen auskennen, wenn Sie nicht im Krankenhaus enden wollen. Beschaffen Sie sich also ein Bestimmungsbuch, laden Sie sich eine App herunter, um Pilzsorten sicher zu identifizieren. Oder lassen Sie sich von einem erfahrenen Pilzsammler begleiten, der weiß, welche Pilze essbar sind – und welche giftig. Oft gibt es auch Vereine vor Ort, die Ihnen helfen, Ihr Pilzwissen zu verbessern – und die besten Plätze zu finden.

Und was sollten Sie dabeihaben auf der Pilzjagd? Das perfekte Behältnis für die Beute ist ein Weidenkorb – und auf keinen Fall etwas aus Plastik. Das kann Pilze fermentieren und giftig machen! Außerdem ist ein Stock praktisch beim Aufstöbern, schon um möglicherwiese giftige Exemplare nicht mit der Hand zu berühren. Erst wenn Sie sich sicher sind, greifen Sie mit der Hand oder dem Messer zu. Und schließlich: Ideal fürs Pilzesammeln sind sonnige Tage, denen Regentage vorausgegangen sind. Die Gummistiefel also nicht vergessen, da der Boden aufgeweicht sein wird!

Autumn Forest

Auf der Pilzjagd

Ob Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge: Bei der Pilzjagd nimmt man nur das mit, von man sicher weiß, dass man es auch verwenden, sprich: essen wird. Das heißt: Alles, bei dem Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie stehen lassen, statt es später wegzuwerfen.

Außerdem: Vorsicht bei Pilzen direkt neben Straßen: Pilze absorbieren Schadstoffe sehr schnell. Und sehr alte Gewächse (die man mit ein bisschen Erfahrung bald erkennt), lässt man besser stehen, denn geschmacklich enttäuschen sie meistens. Und grundsätzlich: Reißen Sie Pilze nicht aus, sondern schneiden Sie sie an der Wurzel ab. Was im Boden bleibt, ist die Saat für das nächste Jahr.

Chanterelles

Zurück von der Pilzjagd

Hatten Sie einen Kenner an Ihrer Seite? Falls nicht. Der Apotheker in Ihrem Ort wird Ihnen in Zweifelsfällen gern weiterhelfen. Gehen Sie kein Risiko ein! Wichtig außerdem: Pilze sollte man frisch essen! Das heißt: Lassen Sie sie nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank liegen. Alternativ können Sie sie natürlich auch trocknen.

Basket of mushrooms

Für Pilz-Insider in Frankreich

Wo ein Wald, da auch die Möglichkeit Pilze zu finden. Stimmt. Aber ein paar Orte in Frankreich haben besonderes „Pilz-Potenzial. Als da wären: Montsoreau, ein Dorf, das zu den schönsten des Landes zählt – und in dem es die Saut aux Loups-Pilzfarm gibt. In ihr werden die Champignons nicht im Wald geerntet, sondern unterirdisch.

Oder der Wald L’Ill’Wald, gelegen im Herzen des Elsass: ein magischer Ort und ein Pilzparadies. Bis zu 80 verschiedene Sorten aufgrund besonderer klimatischer Bedingungen gibt es in diesem Biotop.

Und, last but not least, ein Insidertipp für Pilz-Connoisseure: Falls Sie ein Fan von St George’s-Pilzen sind, dann sollten Sie mal den Hesdin-Wald im Nord Pas de Calais aufsuchen. Bekannt für Pilze mit halluzinogener Wirkung …. Vorsicht also … Et bon appetit!

Montsoreau

Kleiner Sprachführer

le champignon de Paris = Champignon

les cèpes = Steinpilze

les chanterelles = Pfifferlinge

la forêt = der Wald

se promener = spazieren gehen

le panier en osier = der Weidenkorb

le bâton = der Stock

le couteau = das Messer

le couteau = das Messer

le manteau imperméable = der Regenmantel

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